Da reden unsere Bischöfe von Reform und was weiß ich noch, versuchen einem einzureden, welche wunderbare neuen Zeiten des entschiedenen Christen heraufdämmern, wenn nur halt diese Volkskirche gesundgeschrumpft ist - aber wer soll diese Reform (die ja nichts anderes ist, als das allseits bei Hinaufgefallenen so beliebte "Neudefinieren" von Problemen) denn tragen? Ich sag's gleich: ICH nicht - und wahrscheinlich auch 80% jener nicht, die nicht nur dafür sorgen, dass ich und mein/e Mitarbeiter/in uns am Morgen täglich Butter auf's Brot schmieren können, sondern auch den Bischöfen ihren Haushalt und ihren bürokratischer Apparat am Laufen halten.
Ich habe aber den Vorteil, dass ich zwei Hände habe, die noch bereit sind, auch mal eine Schaufel oder etwas anderes in die Hand zu nehmen ... also letztlich bin ich nicht abhängig ...
Dienstag, 27. Dezember 2011
Mittwoch, 14. Dezember 2011
Mehr Europa bitte!!!!
Auch wenn es vielen nicht gefällt - aber das einzige Mittel um einerseits die aktuelle Krise zu bewältigen und andererseits die europäische Integration zu verstärken ist die eher rasche Übergabe nicht weniger Agenden an das Europäische Parlament und der Europäischen Kommission als Regierung - der Rat darf von mir aus getrost als zweite Kammer bestehen bleiben - vielleicht mit einer Art Vetorecht mit aufschiebender Wirkung analog zum österreichischen Bundesrat (ach so, der sollte ja verschwinden ... uups)... Und warum?
Na wenn ich mir die Debattenkultur in Parlament und Landtagen so ansehe, dann kommt mir irgendwie das Grausen - seit es ORF 3 gibt, kann man sich ja von Zeit zu Zeit auch in tiefster Provinz das zweifelhafte Vergnügen von Plenarsitzungen antun - ich sag es mal so: man braucht schon einen robusten Magen, damit man nicht gleich ... sie wissen schon ...
Ich denke mit Freude an die Stunde Begegnung mit österreichischen EU-Parlamentariern zurück, die ich im Oktober hatte. Lunatschek und Karas haben diese Begegnung gemeinsam gestaltet (ja gut, Karas hat am Anfang a bisserl viel geredet ... - aber im Wesentlich blieben beide sachlich). Was mich fasziniert hat, war die Art und Weise, wie beide miteinander umgegangen sind - stellt Euch vor, die sprachen einander mit dem Vornamen an! Und die Dinge wurden viel tiefer und breiter und vor allem auch durchaus quer zu manchen landläufig unterstellten politischen Positionen betrachtet ... Keine stumpfsinnigen Stehsätze und von Spindoktoren zurechtgebastelte Schlagworte, die mit Bestemm in jeder Situation in den Raum gestellt werden, wie es unsere Politiker zu tun pflegen...
Na wenn ich mir die Debattenkultur in Parlament und Landtagen so ansehe, dann kommt mir irgendwie das Grausen - seit es ORF 3 gibt, kann man sich ja von Zeit zu Zeit auch in tiefster Provinz das zweifelhafte Vergnügen von Plenarsitzungen antun - ich sag es mal so: man braucht schon einen robusten Magen, damit man nicht gleich ... sie wissen schon ...
Ich denke mit Freude an die Stunde Begegnung mit österreichischen EU-Parlamentariern zurück, die ich im Oktober hatte. Lunatschek und Karas haben diese Begegnung gemeinsam gestaltet (ja gut, Karas hat am Anfang a bisserl viel geredet ... - aber im Wesentlich blieben beide sachlich). Was mich fasziniert hat, war die Art und Weise, wie beide miteinander umgegangen sind - stellt Euch vor, die sprachen einander mit dem Vornamen an! Und die Dinge wurden viel tiefer und breiter und vor allem auch durchaus quer zu manchen landläufig unterstellten politischen Positionen betrachtet ... Keine stumpfsinnigen Stehsätze und von Spindoktoren zurechtgebastelte Schlagworte, die mit Bestemm in jeder Situation in den Raum gestellt werden, wie es unsere Politiker zu tun pflegen...
Umfragehoch für Cameron nach seiner Fundamentalopposition in Brüssel
Weit weg davon, die kürzlich erfolgten Beschlüsse in Brüssel in den Himmel zu heben (waren mir viel zu halbherzig - besonders im Hinblick auf die Weiterentwicklung des Europäischen Projektes), erschreckt mich immer wieder, dass die Nationalisten in Europa - zumindest in den veröffentlichten Meinungsumfragen - die Nase vorn zu haben scheinen. Und da spielt Cameron in einer ähnlichen Liga wie Strache und Konsorten. Ich sehe schon wieder eine Zeit heraufdämmern, in der Scharen von jungen Männern, angesteckt von einem Hurra-Patriotismus, bereit sind, es den bösen Nachbarn zu zeigen.
Und sagt ja nicht, dass dies nicht möglich sei: In den späten 80ern sind im ehemaligen Jugoslawien auch jene Menschen beim Nachbarn grillen gewesen, den sie dann in den frühen 90er im besseren Falle aus dem Haus gejagt, im schlimmeren ermordet haben. Es geht wirklich schnell, wie es gerade unsere europäische Geschichte lehrt, dass Heere sich wieder säbelrasselnd gegenüberstehen, gerade wenn man sich vom jeweils anderen wie auch immer übervorteilt fühlt.
Und sagt ja nicht, dass dies nicht möglich sei: In den späten 80ern sind im ehemaligen Jugoslawien auch jene Menschen beim Nachbarn grillen gewesen, den sie dann in den frühen 90er im besseren Falle aus dem Haus gejagt, im schlimmeren ermordet haben. Es geht wirklich schnell, wie es gerade unsere europäische Geschichte lehrt, dass Heere sich wieder säbelrasselnd gegenüberstehen, gerade wenn man sich vom jeweils anderen wie auch immer übervorteilt fühlt.
Freitag, 11. November 2011
Warum ich das Bildungsvolksbegehren nicht unterzeichnet habe ...
... Komplexe und differenzierte Sachverhalte monocausal erklären zu wollen und dann auf dieser Basis 08/15 Maßnahmen als Lösung für alles und jedes anbieten zu wollen - ich kann das nicht unterschreiben. Und wenn ich die allenthalb im www herumgeisternden Kommentare überfliege, fühle ich mich bestätigt, dieses Volksbegehren nicht unterschrieben zu haben, obwohl so manches mir möglicherweise bedenkenswert erschiene - so viel Banalität, Phrasendrescherei auch von Seiten jener, die sich als Gegner bezeichnen....
Das mediale Trommelfeuer, das ständige Wiederholen und Insistieren auf immer mehr zu Worthülsen und Schlagworten verkommender Maßnahmen schürte in mir den Verdacht, dass hier eher der Profilierungssucht einiger weniger Genüge getan wurde und es letztlich - wenn auch immer vorgeschoben - es nicht um die Menschen in der Schule ging und schon gar nicht um Bildung. Andernfalls hätten sich die Proponenten in ihrer von ihnen immer wieder behaupteten Expertise auch mal in die tiefe Provinz begeben müssen, um uns Leuten draußen deutlich zu machen, was denn so schlecht sei und wie sich das Volksbegehren auf uns und unsere Kinder auswirken würde ... Ich habe z.B. den - denke ich nicht unbegründeten - Verdacht, dass es den vielen kleinen Hauptschulen in entlegenen Regionen, die mit Abwanderung zu kämpfen haben, ernsthaft an den Kragen ginge (mit allen Folgen für die Bevölkerung: Verlust des Schulstandortes, der Attraktivität als Wohnstandort u.ä.) - und welcher Idiot unterschreibt sozusagen sein Todesurteil selbst? Dann wäre ich tatsächlich ein Idiot (oder soll ich Cityot schreiben - mein Gott liebe ich dieses Wort). Im Übrigen kommen aus unserer Hauptschule eine Reihe hervorragender Akademiker/innen, Facharbeiter/innen, Lehrerinnen, Krankenpflegerinnen usw. - und in den letzten Jahren landete meines Wissens keine/r unserer Absolvent/inn/en sozusagen in der Gosse - alle stellen ihre/n Frau/Mann in der Gesellschaft. Stimmt vielleicht andernorts in unserem Land die Gesellschaft nicht - könnte man ja auch mal fragen;aber wie hat es ein guter Freund von mir mal formuliert.:
Der beste Weg, seine Probleme nicht loszuwerden und in ihnen verhaftet zu bleiben ist, alle anderen dafür verantwortlich zu machen
Das mediale Trommelfeuer, das ständige Wiederholen und Insistieren auf immer mehr zu Worthülsen und Schlagworten verkommender Maßnahmen schürte in mir den Verdacht, dass hier eher der Profilierungssucht einiger weniger Genüge getan wurde und es letztlich - wenn auch immer vorgeschoben - es nicht um die Menschen in der Schule ging und schon gar nicht um Bildung. Andernfalls hätten sich die Proponenten in ihrer von ihnen immer wieder behaupteten Expertise auch mal in die tiefe Provinz begeben müssen, um uns Leuten draußen deutlich zu machen, was denn so schlecht sei und wie sich das Volksbegehren auf uns und unsere Kinder auswirken würde ... Ich habe z.B. den - denke ich nicht unbegründeten - Verdacht, dass es den vielen kleinen Hauptschulen in entlegenen Regionen, die mit Abwanderung zu kämpfen haben, ernsthaft an den Kragen ginge (mit allen Folgen für die Bevölkerung: Verlust des Schulstandortes, der Attraktivität als Wohnstandort u.ä.) - und welcher Idiot unterschreibt sozusagen sein Todesurteil selbst? Dann wäre ich tatsächlich ein Idiot (oder soll ich Cityot schreiben - mein Gott liebe ich dieses Wort). Im Übrigen kommen aus unserer Hauptschule eine Reihe hervorragender Akademiker/innen, Facharbeiter/innen, Lehrerinnen, Krankenpflegerinnen usw. - und in den letzten Jahren landete meines Wissens keine/r unserer Absolvent/inn/en sozusagen in der Gosse - alle stellen ihre/n Frau/Mann in der Gesellschaft. Stimmt vielleicht andernorts in unserem Land die Gesellschaft nicht - könnte man ja auch mal fragen;aber wie hat es ein guter Freund von mir mal formuliert.:
Der beste Weg, seine Probleme nicht loszuwerden und in ihnen verhaftet zu bleiben ist, alle anderen dafür verantwortlich zu machen
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Dienstag, 8. November 2011
Mittwoch, 19. Oktober 2011
Ich steh' dazu ...
... intellektuell und spirituell an so viele nicht heranzureichen, die schon alles zu haben scheinen (an Intellekt und Glaubens(ge)wiss(heit)en) - aber dieser Artikel hat mir schon gefallen:
Auch eine Bilanz des Papstbesuchs in Deutschland (Zugleich eine indirekte Antwort auf die freundliche "Bilanz"" von Otto Kallscheuer) - von Rudolf Langthaler, Wien
(bin gespannt, ob da auch so schnell Kommentare kommen - wäre beeindruckt von der intellektuellen Potenz der Kommentatoren)
Auch eine Bilanz des Papstbesuchs in Deutschland (Zugleich eine indirekte Antwort auf die freundliche "Bilanz"" von Otto Kallscheuer) - von Rudolf Langthaler, Wien
(bin gespannt, ob da auch so schnell Kommentare kommen - wäre beeindruckt von der intellektuellen Potenz der Kommentatoren)
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Theologie und Glaube
Schon wieder so ein "Genetivjahr" ...
... Jetzt haben wir ein Jahr des Glaubens - freue mich schon auf das Übliche: Große Reden, diverse bemühte bischöfliche Erklärungen, meist nur von Rom vorgeschriebenes halbherzig nacherzählend, Monsterveranstaltungen zur Selbstvergewisserung der immer Selben, ätzende Postings meinerseits *ggg*, die Kommentare werden auch wieder sehr berechenbar sein ...
Also: Business as usual - und irgendwann schreiben wir das Jahr 2014 und das nächste Genetivjahr wird ausgerufen (mit dem selben Effekt) ...
So lange wir in der Kirche mit dem Wie so intensiv beschäftigt sind, werden wir nur schwerlich an das herankommen, was wirklich Glaube meint - nämlich das ganz unprätentiöse Herantasten an jene Wirklichkeit, die unser ganzes Leben zu tragen vermag, die, wenn wir sie in unser Leben reinlassen, unser ganzes Leben durchwirkt, die in Jesus Christus voll und ganz Mensch geworden, uns im Hl. Geist zu einer neuen Wirklichkeit verbindet (Leib Christi ..., Volk Gottes ... - alles Sprachbilder für eine Wirklichkeit die wir letztlich nicht fassen, in die wir aber wohl eintauchen können) ....
Also: Business as usual - und irgendwann schreiben wir das Jahr 2014 und das nächste Genetivjahr wird ausgerufen (mit dem selben Effekt) ...
So lange wir in der Kirche mit dem Wie so intensiv beschäftigt sind, werden wir nur schwerlich an das herankommen, was wirklich Glaube meint - nämlich das ganz unprätentiöse Herantasten an jene Wirklichkeit, die unser ganzes Leben zu tragen vermag, die, wenn wir sie in unser Leben reinlassen, unser ganzes Leben durchwirkt, die in Jesus Christus voll und ganz Mensch geworden, uns im Hl. Geist zu einer neuen Wirklichkeit verbindet (Leib Christi ..., Volk Gottes ... - alles Sprachbilder für eine Wirklichkeit die wir letztlich nicht fassen, in die wir aber wohl eintauchen können) ....
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